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 |  Sören Nolte  |  Branche

BDSI

Seit Mitte der 1990er Jahre wird Halloween auch in Deutschland zunehmend gefeiert. Süßwarenhersteller wie Trolli bringen zu diesem Anlass schaurig-gruselige Produktinnovationen auf den Markt. Foto: Trolli

Schaurige Süßwaren zu Halloween

28.10.2026 – Gruselige Süßigkeiten zu Halloween sind in Deutschland zwar noch eine Nische, gewinnen aber zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung für die Hersteller.

Am 31. Oktober wird in vielen Ländern Halloween mit Gruselpartys, Verkleidungen und schaurigen Kürbisgesichtern gefeiert. Zu diesem Anlass bringen zahlreiche Süßwarenhersteller gruselige und ungewöhnliche Produkte auf den Markt. Die Farben dürfen geheimnisvoll, Formen schaurig und Geschmackskombinationen überraschend sein. Aus bekannten Süßwaren werden für wenige Wochen Gespenster, Gehirne, Fledermäuse oder leuchtende Augen. Das Angebot reicht von Monsteraugen aus Fruchtgummi, sauren Totenköpfen über Gummiwürmer, Lakritzspinnen, Marshmallow-Gespenstern und Monsterkeksen bis hin zu Schoko-Skeletten.

„Zu Halloween darf eine Süßigkeit die Verbraucherinnen und Verbraucher auch einmal anschauen. Gerade die ungewöhnlichen Formen zeigen, wie kreativ und vielseitig unsere Branche ist. Einmal im Jahr ist gruselig ein Kompliment“, sagt Constanze Lucas, stellvertretende Pressesprecherin des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI).

Umsätze mit Halloween-Süßwaren steigen

Wie der Verband mitteilt, gewinnt Halloween für die Hersteller auch wirtschaftlich kontinuierlich immer mehr an Bedeutung, bleibt aber derzeit noch eine Nische. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Nielsen-IQ erzielten speziell für Halloween angebotene Zucker- und Schokoladenwaren im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 37,3 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von rund 20 Prozent. Die Zahlen basieren auf der aktuellen Produktabgrenzung von Nielsen-IQ und können daher von früher veröffentlichten Angaben abweichen.

Den größeren Anteil machten demnach Zuckerwaren mit 20,9 Millionen Euro und einem Anteil von 56 Prozent aus. Auf Schokoladenwaren entfielen 16,4 Millionen Euro (44 %). Ihr Umsatz stieg damit gegenüber 2024 um rund 37 Prozent, während Zuckerwaren ein Plus von knapp zehn Prozent verzeichneten.