Zum Hauptinhalt springen

 |  Sören Nolte  |  Branche

CCEP DE

Der neue Dosenfüller von Krones wurde im Juli per Kran in die Produktionshalle eingebracht. Die Maschine bildet das Herzstück der künftigen Dosenabfülllinie am Coca-Cola-Standort Halle. Foto: Coca-Cola

Produktionsausbau in Halle nimmt Formen an

VendingSpiegel, 17.08.2026 – Am Standort Halle erweitert CCEP DE derzeit die Produktion um eine Abfüllanlage für Getränkedosen. Mitte Juli traf mit dem neuen Füller das Herzstück der künftigen Dosenlinie ein.

Insgesamt 45 Millionen Euro investiert Coca-Cola Europacific Partners Deutschland (CCEP DE) in die neue Dosenlinie in Halle. Mit der für November 2026 geplanten Inbetriebnahme werden 25 neue Stellen in der Produktion und den zugehörigen Abteilungen geschaffen. Vor wenigen Wochen traf mit dem 21 Tonnen schweren Füller von Krones das Herzstück der neuen Anlage ein. Dieser verfügt über 175 Füllorgane und erreicht eine maximale Leistung von 120.000 Füllungen pro Stunde. Das entspricht 33 Dosen pro Sekunde. Er ist ausgelegt für Dosen in den Größen 0,25 und 0,33 Liter. Alle Komponenten der neuen Linie sind auf dem neuesten technologischen Stand und arbeiten energie- sowie wassersparend, teilt das Unternehmen mit.

Rückkehr nach Halle

Die Inbetriebnahme der neuen Linie ist laut CCEP DE voraussichtlich für November geplant. Sie ergänzt dann die beiden bestehenden Abfülllinien am Standort und bringt Coke zurück nach Halle: Künftig werden dort neben Fuze-Tea und Powerade auch die Klassiker Coca-Cola, Fanta und Sprite in 0,25- und 0,33-Liter-Dosen für Kunden in ganz Deutschland abgefüllt (VendingSpiegel berichtete).

„In Halle wurden über zwei Jahrzehnte lang ausschließlich kohlensäurefreie Getränke produziert“, erläutert Betriebsleiter Uwe Blabusch, der bereits seit dem Start von Coca-Cola in Halle dabei ist. „Mit der neuen Dosenlinie füllen wir künftig wieder kohlensäurehaltige Getränke ab. Von Coke über Fanta bis hin zu Sprite. Das ist ein besonderer Moment für den gesamten Standort, für die Region und für unser Team, das intensiv dafür gearbeitet hat“, hebt er hervor.

Erweiterung im laufenden Betrieb

Der Einbau des Füllers erforderte Mitte Juli ein hohes Maß an Präzision. Er wurde vom Anlagenhersteller Krones aus Neutraubling angeliefert und per Kran in die Produktionshalle gehoben. Das Hallentor ließ dabei nur wenige Zentimeter Spielraum: Spezialisierte Fachkräfte manövrierten die Maschine auf Panzerrollen zentimetergenau an ihren vorgesehenen Platz. Für den Aufbau der gesamten Produktionslinie sind seither bis zu 50 externe Spezialisten am Standort im Einsatz.

„Was mich jeden Tag beeindruckt: Wir bauen hier eine der leistungsstärksten Dosenlinien Deutschlands auf und nebenan läuft die Getränkeproduktion ganz normal weiter. Alle wissen, was zu tun ist, alle ziehen mit. Das schafft man nur als eingespieltes Team und genau das haben wir in Halle“, sagt Arne Rosenberg, Projektleiter Dosenlinie.

Standort mit Tradition

Der Standort Halle gehört seit 1991 zum deutschen Coca-Cola-System. Mit rund 325 Mitarbeitern produziert das Werk aktuell kohlensäurefreie Getränke für den gesamten deutschen Markt, darunter die Eisteegetränke der Marke Fuze-Tea und die Sportgetränke der Marke Powerade. Zudem ist Halle der einzige Standort in Deutschland, an dem Rohlinge für PET-Flaschen gefertigt werden. Die neue Produktionslinie versteht das Unternehmen als Bekenntnis zur Produktion in Deutschland: Bereits heute werden 97 Prozent der rund 60 in Deutschland angebotenen Coca-Cola Getränke hierzulande hergestellt.

Mit einem Absatzvolumen von knapp vier Milliarden Litern (2025) ist CCEP DE nach eigenen Angaben das größte deutsche Getränkeunternehmen. Neben dem Vertrieb von Coca-Cola-Markenprodukten in Deutschland betreibt der Konzern deutschlandweit 23 Standorte, davon 13 Produktionswerke. Das Unternehmen betreut rund 340.000 Handels- und Gastronomiekunden und beschäftigt mehr als 6.000 Mitarbeiter.