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 |  Sören Nolte  |  Branche

Melitta-Gruppe

Im ersten Halbjahr 2026 trugen insbesondere das Kaffeegeschäft sowie das Professional-Segment positiv zur Geschäftsentwicklung der Melitta-Gruppe bei. Foto: Melitta

Kaffeegeschäft entwickelt sich stabil

14.10.2026 – Im ersten Halbjahr verzeichnete die Melitta-Gruppe ein steigendes Absatzvolumen bei sinkendem Umsatz, zeigt sich mit dem Gesamtergebnis in einem schwierigen Marktumfeld jedoch zufrieden.

Für die ersten sechs Monate des Jahres 2026 vermeldet die Melitta Gruppe eine leichte Steigerung des Absatzvolumens sowie einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro – im Vorjahreszeitraum waren es 1,3 Milliarden Euro. Bereinigt um die gegenüber dem Vorjahr leicht gesunkenen Rohkaffeepreise, die der Röster weitergegeben hatte, sowie eines Unternehmensverkaufs in Italien und der Aufgabe des Spezialpapiergeschäfts in Neu Kaliß, entspricht das einem Umsatzwachstum um etwa sieben Prozent, teilt das Unternehmen mit.

Mit Halbjahresumsatz zufrieden

„Wir sind mit dem ersten Halbjahr 2026 sehr zufrieden. Es bestätigt erneut unseren strategischen Kurs, den wir konsequent fortsetzen“, kommentiert Jero Bentz, Mitglied der Unternehmensleitung. Er ergänzt: „Die Rohkaffeepreise sind im ersten Halbjahr wieder etwas gesunken, was sich in dem leicht gesunkenen Umsatz widerspiegelt.“

Zur Stärkung der Resilienz hat das Kaffeeunternehmen bereits 2025 verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die im ersten Halbjahr „deutlich zur guten Entwicklung“ der Ertragskraft beigetragen hätten. So liegt das Ebitda aus den ersten sechs Monaten mit knapp 90 Millionen Euro bereits auf dem Niveau des Gesamtjahres 2025 und kommt damit dem langfristigen Ziel einer zweistelligen Ebitda-Marge deutlich näher.

Gut aufgestellt

„Unsere Organisation zeigt Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft. Das haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Jahr erneut eindrucksvoll bewiesen. Einzelne Herausforderungen gehen wir konsequent an. Als langfristig denkendes Familienunternehmen sind wir so auch für volatile Märkte und geopolitische Krisen gut aufgestellt“, sagt Katja Möller, Mitglied der Unternehmensleitung.

So sei die finanzielle Stabilität mit dieser Entwicklung weiter gestärkt worden: Vorausschauendes und konsequentes Bestands- und Kostenmanagement hätten die Liquidität gestärkt sowie zu einem stabilen Verschuldungsgrad von 1,9 geführt.

Entwicklung im Professional-Segment

Laut Mitteilung entwickelte sich vor allem das Geschäft in Südamerika positiv. Darüber hinaus trug die stabile Entwicklung des Kaffeegeschäfts in Deutschland zu dem aus Sicht des Unternehmens „guten Ergebnis“ bei. Auch das Geschäft mit professionellen Kaffeelösungen von Melitta Professional Coffee Solutions verlief demnach im Vergleich zum Vorjahr „zufriedenstellend“. Demnach konnten damit die Rückgänge aus dem europäischen Elektrokleingerätegeschäft im Haushaltsbereich mehr als ausgeglichen werden. „Auch die weiteren Internationalisierungsaktivitäten in Europa vor allem durch Kaffee, Fresh at Work und Roast-Market laufen plangemäß und tragen zu der positiven Entwicklung bei“, teilt Melitta mit.

Im zweiten Halbjahr weiter auf Kurs

Kaffee und Kaffeezubereitung sollen die Hauptstoßrichtung der Aktivitäten bleiben. So investiert das Unternehmen in den kommenden fünf bis sechs Jahren rund 100 Millionen Euro am Standort Bremen mit dem Ziel, die voraussichtlich größte Kaffeerösterei Europas aufzubauen (VendingSpiegel berichtete). „Kaffee ist die Wurzel und der Kern unseres Leistungsangebots. Mit dem starken Fokus auf Lösungen rund um höchsten Kaffeegenuss sowie intelligente Haushaltshelfer wollen wir auch in Zukunft international wachsen und uns damit noch unabhängiger von einzelnen regionalen Entwicklungen machen“, sagt Katja Möller. Jero Bentz ergänzt: „Für das zweite Halbjahr 2026 erwarten wir, dass sich die insgesamt positive Entwicklung fortsetzt und wir unsere Strategie weiter erfolgreich umsetzen.“