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Das Wirtschaftsjahr 2025 verlief für die Gepa insgesamt sowie auch im Vertriebsbereich Außer-Haus positiv. Die Endverbrauchermarke Organico feiert indes in diesem Jahr das 40-jährige Jubiläum. Foto: Gepa – The Fair Trade CompanyDas Wirtschaftsjahr 2025 verlief für die Gepa insgesamt sowie auch im Vertriebsbereich Außer-Haus positiv. Die Endverbrauchermarke Organico feiert indes in diesem Jahr das 40-jährige Jubiläum. Foto: Gepa – The Fair Trade Company

Umsätze im Jubiläumsjahr deutlich gesteigert

Das Fairhandels-Unternehmen Gepa konnte das Wirtschaftsjahr 2025 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Der Großhandelsumsatz lag erstmals im dreistelligen Millionenbereich.

VendingSpiegel, 18.05.2026 – Das vergangene Jahr gibt der Gepa doppelten Grund zur Freude: Zum einen feierte das Fairhandels-Unternehmen das 50-jährige Bestehen. Zum zweiten verlief das Jubiläumsjahr für die Wuppertaler auch wirtschaftlich erfolgreich – und das „trotz starker Preisschwankungen auf den Rohwarenmärkten und entsprechendem Preisdruck auf dem Markt und im Handel“, wie das Unternehmen betont. Laut offizieller Mitteilung konnte der Großhandelsumsatz auf 104 Millionen Euro gesteigert werden.

„Erstmals bewegen wir uns mit dem im Geschäftsjahr 2025 erwirtschafteten Umsatz im dreistelligen Millionenbereich – trotz aller Herausforderungen ein Rekordwert“, erklärt der Kaufmännische Geschäftsführer Matthias Kroth. Der Großhandelsumsatz von 104 Millionen Euro entspricht demnach einem Plus von 22,7 Prozent zum Vorjahr.

Verbraucher kauften für rund 126,9 Millionen Euro (Umsatz zu Endverbrauchspreisen) etwa Kaffee, Schokolade, Tee, Honig und Handwerksartikel. Die Anpassung der Endverbrauchspreise im April 2025 aufgrund hoher Rohwarenpreise bei Kaffee und Kakao haben die Kunden laut Gepa überwiegend akzeptiert. „Wir hatten zwar in der Folge moderate Absatzrückgänge bei Kaffee und Schokolade, konnten aber insgesamt unsere Marktposition festigen. Wir freuen uns, dass wir mittlerweile 89,6 Prozent unseres Lebensmittelumsatzes mit Produkten aus geprüft ökologischem Anbau erzielen“, sagt Matthias Kroth.

Umsatz mit Kaffee sowie außer Haus steigt

Positiv verlief auch die Geschäftsentwicklung im Vertriebsbereich Außer-Haus-Service, in dem die Gepa unter anderem Bildungseinrichtungen und die Betriebsgastronomie bedient. Hier wuchs der Umsatz auf rund 9,9 Millionen Euro, was einer Steigerung um fast zehn Prozent zum Vorjahr entspricht. Weitere Zuwächse verzeichnete das Unternehmen in den Bereichen Weltläden/Aktionsgruppen (19,7 Mio. Euro, +4 %), Lebensmitteleinzel-, Bio- und Naturkosthandel (38,9 Mio. Euro, +13,4 %), Onlineshop für Endkunden (3,1 Mio. Euro, +1,8 %) sowie Ausland/Verarbeiter (32,3 Mio. Euro, +67 %).

Bezogen auf die einzelnen Produktgruppen stieg der Kaffeeumsatz um 7,7 Prozent auf 36,5 Millionen Euro. Der Umsatz mit Schokolade wuchs um 26,7 Prozent auf 29,4 Millionen Euro. Der Bereich „Sonstige Lebensmittel“ legte im Vergleich zum Vorjahr mit einem Umsatz von 36,7 Millionen Euro um 40,3 Prozent zu. Der Umsatz von Handwerksartikeln ging um fünf Prozent auf 1,4 Millionen Euro zurück.

Kaffeemarke feiert 40-jähriges Jubiläum

Auf das laufende Jahr blickt das Fairhandels-Unternehmen ebenfalls positiv. Denn es steht ein weiteres Jubiläum an: Vor 40 Jahren kam der erste faire Bio-Kaffee der Gepa auf den Markt und entwickelte sich zum Klassiker. „In turbulenten wirtschaftlichen und politischen Zeiten ist der Kaffee ein Anker, der zeigt, dass Fairness nach wie vor Zeichen setzen kann“, ist das Unternehmen überzeugt.

„Wir danken allen Engagierten entlang der Lieferkette sowie den Weltläden, die sich seit Jahrzehnten mit großer Überzeugung und Ausdauer für den Fairen Handel einsetzen“, sagt Peter Schaumberger, Geschäftsführer Marke und Vertrieb. „Dass Fairness und Qualität Verbraucher überzeugt, zeigt sich eindrucksvoll am 40-jährigen Geburtstag unseres Bio- und fairen Klassikers Organico“, ergänzt er. Was 1986 als erster fairer Bio-Kaffee auf dem deutschen Markt begann, habe sich zu einer ganzen Produktfamilie entwickelt und sei heute eine der bekanntesten Kaffeemarken des Fairen Handels. Ergänzt wird das Sortiment um die neue Sorte „Organico Blonde Fairness“, die auf junge Zielgruppen zugeschnitten ist.

Bei zentralen Weichenstellungen für die Zukunft – etwa der Photovoltaikanlage auf dem Lagerdach in Wuppertal – ist durch eine Erweiterungsinvestition in einen Speicher eine Erhöhung des Autarkiegrades von 50 auf über 70 Prozent geplant. „Das ist ein wichtiger Schritt angesichts der aktuellen Energiesituation“, betont Matthias Kroth. Darüber hinaus konnten nach einem Jahr Betrieb bereits 311 Tonnen CO2 eingespart werden.

sn

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